Wenn ein kleines Dorf zur großen Bühne wird

Von einer Idee zum festen Bestandteil der Musikszene
Die Geschichte von Uferrock begann 2003, als eine Gruppe musikbegeisterter junger Leute aus Pommern, Kail und Brieden genug von den immer gleichen Junggesellenfesten hatte und etwas Eigenständiges schaffen wollte. Ihre Vision war klar: Ein Festival, bei dem die Musik im Mittelpunkt steht und Bands ihre eigene Musik spielen.

„Beim ersten Festival waren wahrscheinlich mehr Helfer als Zuschauer“, erinnert sich Vorsitzender Sebastian Frevel lachend. Mit jeder weiteren Ausgabe wuchs Uferrock – anfangs mit der Unterstützung der Verbandsgemeinde Treis-Karden, später eigenständig und immer professioneller.

2008 wurde der Verein Uferrock e.V. gegründet, um der Organisation eine solide Basis zu geben. Was als Freundeskreis begann, entwickelte sich zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, in der verschiedene Generationen Hand in Hand arbeiten. „Man merkt, die Leute kommen wegen der Musik“, betont Sebastian, und dieser Erfolg spiegelt sich in den stetig steigenden Besucherzahlen wider. Seit 2007 findet das Festival immer am dritten Juli-Wochenende statt – mit Ausnahme der Corona-Pause 2020 und 2021. In den letzten Jahren wurden kontinuierlich neue Besucherrekorde aufgestellt, was die beeindruckende Entwicklung des Festivals unterstreicht.

Ein Gründungsmitglied erinnert sich noch lebhaft: „Ich war besonders stolz, dass die Band Tankard gespielt hat. Im damaligen Jugendraum hingen an den Wänden die Schriftzüge verschiedener Metallbands – damals hatten wir das erste Mal auch eine Band, die bei uns richtig ‘gehangen’ hat.“

Festival mit Herz – Engagement und Teamgeist
Ein Festival dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen, erfordert monatelange Planung. Bereits im Oktober beginnt die Arbeit für das kommende Jahr, und je näher das Festival rückt, desto intensiver werden die Vorbereitungen. Von der sorgfältigen Bandauswahl über den Bühnenaufbau bis hin zur Organisation der Getränkestände und des Campings direkt am Moselufer – unzählige Details müssen stimmen, um das Event zu einem reibungslosen Erlebnis zu machen.

Zahlreiche engagierte Helferinnen und Helfer bauen das Festival auf und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.
Viele engagierte Vereinsmitglieder stemmen den Aufbau der Bühne und des Festivalgeländes.


Zahlreiche engagierte Helferinnen und Helfer kommen am Festivalwochenende zusammen, um in Schichten den Einlass, die Getränkewagen oder die Cocktailbar zu betreuen. Dabei zeigt sich immer wieder, wie sehr der Teamgeist und die Leidenschaft der Helfenden das Festival prägen. „Jedes Jahr freut man sich mit dem Vorstand zu planen, und wenn es dann so weit ist und man sieht, wie die Leute reinstürmen und Spaß haben, weiß man, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat“, erzählt Vereinsmitglied Max. Trotz der wachsenden Besucherzahlen – zuletzt bis zu 1.000 Gäste in einem Dorf mit nur 400 Einwohnerinnen und Einwohnern – bleibt Uferrock seinen familiären Wurzeln treu. Besonders beeindruckend ist, wie respektvoll die Gäste mit dem Gelände umgehen – so wird das Camping direkt am MoselUfer Jahr für Jahr sorgsam gepflegt: „Sonntags ist kaum noch großes Aufräumen nötig – die Camper verlassen die Wiese ordentlich“, lobt der Verein.

Mehr als nur ein Festival – Der Verein dahinter
Hinter Uferrock e.V. steht ein engagierter Verein, der mittlerweile über 100 Mitglieder zählt. Der Vorstand umfasst neun Personen, die gemeinsam die zahlreichen Aufgaben stemmen. Schon seit den ersten Tagen des Festivals arbeitet Sebastian Frevel nahezu ununterbrochen als Vorsitzender, während verschiedene Generationen – von den Gründungsmitgliedern bis zu den jüngsten Mitgliedern, die quasi mit dem Festival aufgewachsen sind – gemeinsam an einem Strang ziehen. „Man ist damit groß geworden“, sagt Magnus, einer der engagierten Vorstandsmitglieder.

Einige der engagierten Vorstandsmitglieder des Vereins stehen zusammen vor dem Moselufer, wo im Juli das Festival stattfindet.
Einige der Vorstandsmitglieder des Vereins vor dem Pommerner Moselufer, welches sich im Juli in das Festivalgelände verwandeln wird.


Doch Uferrock e.V. ist nicht nur während des Festivals aktiv. Alle zwei Jahre organisiert der Verein die Pommerner Kirmes im Wechsel mit der Feuerwehr des Ortes und engagiert sich darüber hinaus im Dorf. Ob die Restaurierung der Sonnenuhr, das Verschönern von Wanderwegen oder Aussichtspunkten – Uferrock e.V. leistet wertvolle ehrenamtliche Arbeit für Pommern. 

Ein weiteres Highlight ist das kleine Weihnachtsfest am ersten Samstag vor dem ersten Advent, bei dem sich das Dorf trifft, um gemeinsam den Baum auf dem Spilles (So nennt man in Pommern den Dorfplatz) zu schmücken und bei Glühwein und Essen zusammenzukommen.

Gruppenbild bei der Vereinstour zur Warsteiner Brauerei.



„Das ist unser Dankeschön ans Dorf und an alle, die uns unterstützen“, erklärt der Verein.

Solche Aktivitäten und regelmäßige Vereinsfahrten – etwa zur Warsteiner Brauerei oder nach Willingen – fördern den Zusammenhalt und das familiäre Miteinander, das das Dorfleben in Pommern so besonders macht.

Das Line-Up verspricht ein abwechslungsreiches Programm: Mit dabei sind Linkin Revolution (eine Linkin Park Coverband), Whatsername (eine Green Day Coverband), Demons Eye (eine Deep Purple Coverband) sowie Soulstrike, No Sky July, MONOTONI und Ra’s Dawn.
Vorfreude pur: Diese Bands rocken Pommern im Juli!


Das Line-Up 2025 – Rock pur an der Mosel

Auch 2025 wird das Festival am 18. und 19. Juli wieder erstklassige Rockmusik nach Pommern bringen. Das Line-Up verspricht ein abwechslungsreiches Programm: Mit dabei sind Linkin Revolution (eine Linkin Park Coverband), Whatsername (eine Green Day Coverband), Demons Eye (eine Deep Purple Coverband) sowie Soulstrike, No Sky July, MONOTONI und Ra’s Dawn. Die Mischung aus Alternative Rock, Heavy Metal und Rock/Pop spricht eine breite Zielgruppe an und bleibt der ursprünglichen Idee treu, Musik in den Mittelpunkt zu stellen. 

Bei der Auswahl der Bands legt Uferrock e.V. großen Wert auf Qualität. „Wir bekommen jeden Tag Bewerbungen von Agenturen aus ganz Deutschland und Europa“, berichtet Sebastian. 

Dabei wird auch bewusst darauf geachtet, regionale Bands zu fördern und ihnen eine Bühne zu bieten. Unterstützt wird dies durch einen professionellen Sounddienstleister, der seit den Anfängen für erstklassige Akustik sorgt – ein weiterer Beweis für die Professionalität des Festivals.

Ein Festival, das verbindet
Das Uferrock-Festival zieht nicht nur Rockfans aus der gesamten Region an – es ist ein Event, das Menschen zurück in ihre Heimat führt. Ehemalige Pommerner, die mittlerweile in ganz Deutschland leben, kommen jedes Jahr, um alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen und gemeinsam ein Wochenende voller Musik und Lebensfreude zu erleben. „Man trifft alte Freunde wieder, feiert zusammen – das macht das Festival so besonders“, betont ein Vereinsmitglied.

Doch nicht nur die Gäste profitieren von Uferrock – auch für den Verein selbst ist das Festival ein wichtiger Antrieb. „Der Ansporn ist, wenn man sieht, dass so viele Leute kommen und das Festival annehmen – dann weiß man, dass man alles richtig gemacht hat“, fasst Sebastian zusammen. Der Erfolg spiegelt sich auch in den ständig wachsenden Vorverkaufszahlen wider: 2023 war das Festival erstmals ausverkauft, ein Beleg für die steigende Popularität und den regionalen Stellenwert des Events.

Menschenmassen vor der Bühne – Uferrock zieht Jahr für Jahr begeisterte Besucher an auch weit über die Kreisgrenzen hinaus an.
Menschenmassen vor der Bühne – Uferrock zieht Jahr für Jahr begeisterte Besucherinnen und Besucher an.


Aus der Luft kann man das Festivalgelände von Uferrock gut überblicken, Bierbrunnen, Bühne, Cocktailbar und zahlreiche Besucherinnen und Besucher.
Uferrock von oben – Festivalstimmung direkt am Moselufer.


Die Zukunft von Uferrock
„Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir erreicht haben, und wollen dieses Level halten“, erklärt der Verein. Noch wichtiger sei es, neue junge Mitglieder zu gewinnen und Abläufe weiter zu optimieren, um die ehrenamtliche Arbeit noch effizienter zu gestalten.

Uferrock e.V. ist längst mehr als nur ein Festival – es ist eine Herzensangelegenheit, ein Stück Heimat und ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Mit einer Leidenschaft, die über zwei Jahrzehnte gewachsen ist, und einem familiären Umgang, der alle Generationen einbindet, bleibt Uferrock ein einzigartiges Highlight in der Region. Oder, wie Sebastian es ausdrückt: „Wir haben hier eine Veranstaltung, die es in der Region so kein zweites Mal gibt.“


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