Ein besonderer Ort für die Mitglieder ist das Vereinsheim, das am ehemaligen Sportplatz liegt. Es wurde mit viel Einsatz renoviert und ist heute ein beliebter Treffpunkt, an dem sich die Mitglieder nicht nur zur Planung von Festen treffen, sondern auch einfach so zusammenkommen. Hier entstehen nicht nur gemeinsame Erinnerungen, sondern auch langjährige Freundschaften. „Ich glaube, wir hätten lange nicht so einen Zusammenhalt untereinander und wären lange nicht so gut befreundet, wenn wir nicht den Junggesellenverein hätten“, bekräftigt Annalena.
Freundschaft und Gemeinschaft
Neben dem Pfingstfest engagiert sich der Junggesellenverein das ganze Jahr über für die Dorfgemeinschaft. Zahlreiche Veranstaltungen, wie das Maibaumstellen mit anschließender Maibaumwache, Vereinsausflüge, Helferfeste oder das gemeinsame Grillen an Karfreitag, sorgen dafür, dass sich die Mitglieder regelmäßig treffen und der Zusammenhalt gestärkt wird. Auch die Freundschaften mit anderen Junggesellenvereinen werden gepflegt, indem man sich gegenseitig auf Festen besucht und unterstützt. Gleichzeitig engagiert sich der JGV auch bei anderen Veranstaltungen im Dorf und hilft dort, wo Unterstützung gebraucht wird. Diese enge Zusammenarbeit stärkt das Miteinander im Dorf und zeigt, dass der Junggesellenverein nicht nur für sich selbst, sondern für die gesamte Dorfgemeinschaft eine wertvolle Stütze ist.
Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen hat der Junggesellenverein Roes keine Nachwuchssorgen. Neue Mitglieder werden früh eingebunden – viele wachsen quasi mit dem JGV auf. Bereits als Kinder sind sie dabei, helfen beim Aufbau und dürfen als „Schildkind“ beim Festumzug die Namensschilder der teilnehmenden Vereine tragen. „Die Eltern geben ihr Bestes, das Kind direkt in die richtige Richtung zu ziehen“, scherzt Tim. Kein Wunder also, dass es dem Verein nicht an Nachwuchs mangelt. Mark Weber, ein ehemaliges Mitglied, fasst es treffend zusammen: „Von klein auf wird man hier in den Verein hineingezogen. Die Eltern schicken die Kinder runter zum Platz, sie helfen beim Aufbau, tragen stolz ihr erstes Vereinsshirt – und irgendwann gehören sie einfach dazu.“
Neue Mitglieder werden offiziell beim nächsten Polterabend ins Vereinsleben aufgenommen, dürfen aber schon vorher mitwirken und sich einbringen. „Jeder, der Interesse zeigt und während unseres Festes zuverlässig ist, ist bei uns willkommen“, betonen die Vorsitzenden. Besonders schön ist, dass sich auch viele junge Leute aus den umliegenden Dörfern dem JGV Roes anschließen, weil sie die Gemeinschaft schätzen und sich im Verein wohlfühlen.
Zusammenhalt, Engagement und gelebte Tradition
Der Junggesellenverein Roes ist mehr als nur ein Verein – er ist das Herzstück der Dorfgemeinschaft. Generationenübergreifend wird hier zusammengearbeitet, gefeiert und Erinnerungen geschaffen. Das „Roeser Pfingsten“ ist ein fester Bestandteil der Region und wird auch in Zukunft weiterbestehen, getragen von der Leidenschaft und dem Engagement seiner Mitglieder.
Im Vereinsalltag wird der Grundstein für langjährige Freundschaften gelegt. Durch das Engagement, das alle Mitglieder einbringen – von den Helferinnen und Helfern bei der Organisation über die aktive Mitgestaltung im Vereinsheim bis hin zur Unterstützung anderer Veranstaltungen im Dorf – wird eine starke Gemeinschaft geformt. Diese Verbundenheit und das gemeinsame Anpacken machen den Junggesellenverein Roes zu einem unverzichtbaren Bestandteil der regionalen Identität.